{"id":11038,"date":"2021-07-02T00:33:20","date_gmt":"2021-07-02T00:33:20","guid":{"rendered":"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/?p=11038"},"modified":"2021-07-02T09:55:23","modified_gmt":"2021-07-02T09:55:23","slug":"impuls-des-monats-juli-meine-zeit-steht-in-deinen-haenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/?p=11038","title":{"rendered":"Impuls des Monats Juli: Meine Zeit steht in deinen H\u00e4nden \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Texte oder Lieder, die sich im Herzen f\u00fcr eine Zeit festsetzen und immer wieder zu sprechen beginnen. Besonders Lieder sind dazu geeignet, weil sie durch die Melodie schneller \u201ezu Herzen\u201c gehen. Ein solches Lied ist f\u00fcr mich das nachfolgende:<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Meine Zeit steht in deinen H\u00e4nden. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.<br \/>\n<\/em><em>Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir. (Refrain)<br \/>\n<\/em><!--more--><\/p>\n<ol>\n<li>Sorgen qu\u00e4len und werden mir zu gro\u00df. Mutlos frag ich: Was wird morgen sein? \u2013 Doch du liebst mich, du l\u00e4sst mich nicht los. Vater, du wirst bei mir sein.<\/li>\n<li>Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb nehmen mich gefangen, jagen mich. \u2013 Herr, ich rufe: Komm und mach mich frei. F\u00fchre du mich Schritt f\u00fcr Schritt.<\/li>\n<li>Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh ich, wie die Zeit verrinnt. \u2013 Stunden, Tage, Jahre gehen hin und ich frag, wo sie geblieben sind.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ich habe mich gefragt, warum mich dieses Lied so angesprochen hat. Einige Gedanken dazu: Gerade in den Strophen des Liedes erkenne ich mich selber wieder und das, was unsere moderne Zeit ausmacht. Sie dr\u00fccken ein gewisses Getrieben- und Gehetzt-Sein aus. Vieles gilt es zu erledigen. Vieles muss erledigt werden. Manches w\u00e4chst einem \u00fcber den Kopf. Aber wo bleibt die Zeit zum Leben? Wo ist der Sinn in alldem, was ich mache und was mich umtreibt? Und vor allem, wo finde ich Halt und R\u00fcckhalt in meinem Leben?<\/p>\n<p>Dieser Halt wird in der ersten Strophe beschrieben: \u201eDu liebst mich, du l\u00e4sst mich nicht los. Vater, du wirst bei mir sein.\u201c Eine sch\u00f6ne Aussage ist das! Sie muss, wie alle Liebeserkl\u00e4rungen, mit Leben gef\u00fcllt werden und sein, sonst bleibt sie hohl. Ich finde diese Liebe Gottes zuerst einmal in der Wertsch\u00e4tzung, Zuwendung, Hilfe, die mir andere Menschen zuteilwerden lassen. Im Mitmenschen, der es gut mit mir meint, begegnet mir Gott. Die Formulierung \u201egut meinen\u201c m\u00f6chte ich in dem Sinne verstanden wissen, dass Kritik, Korrektur, Zurechtweisung eingeschlossen sind. Manchmal k\u00f6nnen diese erst den Blick f\u00fcr das eigene Gut-Werden er\u00f6ffnen, weil man sich vorher in etwas verrannt hatte, das sch\u00e4dlich war.<\/p>\n<p>Der Liebe Gottes vergewissere ich mich auch noch auf andere Weise, denn Liebe braucht immer wieder der Vergewisserung. Nun ist das schon bei einem ganz konkreten Menschen nicht ganz einfach, umso schwerer ist es bei Gott, den ich nicht sehen und ohne weiteres ansprechen kann.\u00a0 Wenn mir manchmal alles \u00fcber den Kopf zu wachsen scheint, dann gehe ich in die Dingdener Kirche und z\u00fcnde eine Kerze an. Auf dem Weg dorthin, lege ich ganz bewusst, das, was mich belastet und umtreibt, in die H\u00e4nde Gottes. Ich nehme ihn sozusagen mit auf den Weg. Lasse ihn teilhaben an meinem Leben. In der Kirche angekommen, spreche ich ein kurzes Gebet, oder stehe einfach da und schaue ins Licht der Kerze, weil ja schon alles \u201egesagt\u201c ist und darf dann gelegentlich sp\u00fcren, dass ich gehalten bin, dass ich umfangen bin von einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen. Ich lebe und darf leben. Da ist einer, der steht zu mir. Das tut gut.<\/p>\n<p>Auch manche Messfeier, mancher Gottesdienst, manches Gespr\u00e4ch \u00fcber biblische Texte oder Bibellesung l\u00e4sst mich das erfahren. Ich schreibe \u201emanche\u201c, weil es leider nicht immer so ist. Aber, Gott sei Dank, oft genug, um mein Leben lebenswert zu machen und zu halten. Wenn ich diese Vergewisserung der Liebe Gottes erfahren durfte, kann der Refrain in mir zum Klingen kommen: \u201eMeine Zeit steht in deinen H\u00e4nden. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.\u201c Alle Hektik, alles Getrieben-Sein ist dann weg. Bis sie sich allm\u00e4hlich wieder in meinem Leben breit machen und ich den Prozess der Vergewisserung von neuem starte.<\/p>\n<p>Liebe Leserin, lieber Leser, ich w\u00fcnsche Ihnen, dass Sie immer wieder die Erfahrung machen d\u00fcrfen, dass Sie sowohl von Menschen als auch von Gott geliebt sind, und dass ein Text oder ein Lied &#8211;\u00a0 vielleicht das vorgestellte &#8211; Sie an dieses Geliebt-Sein erinnert.<\/p>\n<p>Ihr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>R. Lamers, Pastor<\/em><\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Texte oder Lieder, die sich im Herzen f\u00fcr eine Zeit festsetzen und immer wieder zu sprechen beginnen. Besonders Lieder sind dazu geeignet, weil sie durch die Melodie schneller \u201ezu Herzen\u201c gehen. Ein solches Lied ist f\u00fcr mich das nachfolgende: \u00a0Meine Zeit steht in deinen H\u00e4nden. 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