{"id":12204,"date":"2022-04-02T09:03:34","date_gmt":"2022-04-02T09:03:34","guid":{"rendered":"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/?p=12204"},"modified":"2022-04-04T06:51:54","modified_gmt":"2022-04-04T06:51:54","slug":"beerdigungsdienst-in-der-pfarrei-maria-frieden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/?p=12204","title":{"rendered":"Beerdigungsdienst in der Pfarrei Maria Frieden"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_12222\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12222\" class=\"wp-image-12222 size-medium\" src=\"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg-225x300.jpg 225w, https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg-768x1024.jpg 768w, https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg-624x832.jpg 624w, https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/3535_pbs_sarg.jpg 1384w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-12222\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Irene Konrad (in: Pfarrbriefservice.de)<\/p><\/div>\n<p>Die Gremien der Pfarrei Maria Frieden \u2013 Seelsorgeteam, Pfarreirat und Gemeindeaussch\u00fcsse &#8211; machen sich Gedanken \u00fcber Beerdigungen durch sogenannte \u201eLaien\u201c. &#8211; [Wie wird in diesem Begriff ein normales Gemeindemitglied, das getauft und gefirmt ist, abwertend bezeichnen!] Wir m\u00f6chten Sie auf diesem Wege nicht nur dar\u00fcber informieren, sondern auch in diesen \u00dcberlegungsprozess mit einbeziehen. Aufgrund des Wegganges bzw. Ausscheidens zweier Hauptamtlicher bis Ende Mai 2022 wird die Fragestellung in wie weit eine christliche und der Person angemessene Beerdigung m\u00f6glich bleibt, dringlich. Die folgenden \u00dcberlegungen sollen dazu eine Hilfestellung sein.<\/p>\n<p>Wer ist zu einem \u201eChristlichen Begr\u00e4bnis\u201c befugt? Die Gemeinde!!! Denn in den Anf\u00e4ngen der Kirche, als es noch keine durchgestylten Amts- und Weihestrukturen gab, mussten Menschen auch beerdigt werden. Bis ins Mittelalter gab es Beerdigungsbruderschaften. Entscheidend ist nicht das Amt und die Weihe, sondern der Glaube, der Glaube an das Leben \u00fcber den Tod hinaus. Das macht ein Begr\u00e4bnis zu einem christlichen, nicht in der Gestalt des Verstorbenen und nicht in der Gestalt der an der Beisetzung Teilnehmenden, sondern in Gestalt der\/des die Beerdigung Leitenden. Diese Person soll die\/den Verstobenen in dem Bewusstsein zu Grabe begleiten und es damit auch allen Anwesenden gegen\u00fcber ausdr\u00fccken, dass sie\/er von Gott unendlich geliebt ist. Nicht die Weihe ist entscheidend, sondern die Gesinnung.<!--more--><\/p>\n<p>In der Geschichte der vorreformatorischen und danach der dann so genannten katholischen Kirche ist die Entwicklung der gemeindlichen Dienste auf das Amt des Geweihten enggef\u00fchrt worden. Es ist nicht nur der Beerdigungsdienst an die Weihe &#8211; die ja eigentlich nur eucharistiebezogen ist &#8211; angedockt worden. Es gibt noch mehr Vollz\u00fcge, die nicht weiheabh\u00e4ngig sind. Das gl\u00e4ubige Gemeindebewusstheit ist dabei auf der Strecke geblieben. Die Kirchenmitglieder wurden zu \u201eUntertanen\u201c. Wir haben ja schon lange \u201eLaien\u00e4mter\u201c, die viel weitergehender sind, als die des Beerdigungsdienstes: das Lektorenamt, es steht h\u00f6her als die Predigt; das Kommunionhelferamt, es ist der Spendungsvollzug der Eucharistie.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen denken: Jetzt, wo Not am \u201eMann\u201c ist, werden wir hochgejubelt. Das stimmt und das stimmt nicht. Ich lasse es so stehen, denn es kann kein Argument sein, dass wir es nicht endlich angehen, wenn etwas bedr\u00fcckend wird.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckbesinnung auf die M\u00f6glichkeit Menschen von Nichtgeweihten beerdigen zu lassen, gibt es schon l\u00e4nger. Als ich noch Kaplan in M\u00fcnster war, das war vor 1991, hat sich ein Kurskollege von mir an den Bischof gewandt, den Beerdigungsdienst einf\u00fchren zu d\u00fcrfen, weil er bedingt durch die Altenheime in seiner Pfarrei in M\u00fcnster mehr als 200 Beerdigungen im Jahr zu vollziehen hatte. So viele Eucharistiefeiern zus\u00e4tzlich zu seinen Gemeindegottesdiensten h\u00e4tte er \u2013 abgesehen davon, dass er dar\u00fcber hinaus gar keine Zeit f\u00fcr seine eigentliche Aufgabe, der Gemeindearbeit \u00fcbrig geblieben w\u00e4re &#8211; gar nicht vollziehen d\u00fcrfen. Ihm ist die Bitte gew\u00e4hrt worden. Wenn nur Geweihte beerdigen d\u00fcrfen, h\u00e4tte auch der Bischof dem nicht entsprechen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Vor cirka 25 Jahren hat der damalige Pastoralreferent in Dingden, den Vorschlag gemacht, in Dingden Menschen zu bef\u00e4higen, Beerdigungsdienste zu \u00fcbernehmen. Es gab noch keine Bereitschaft dazu, weder bei mir noch in weiten Kreisen der Gemeinde. Die Beerdigung war damals noch haupts\u00e4chlich die Eucharistiefeier, als Ausdruck der Feier des Todes und der Auferstehung Jesu Christi. Die Beisetzung war der w\u00fcrdige Vollzug des letzten Weges. Inzwischen nimmt bistumsweit der Bezug zur Eucharistie ab. Ist das ein Grund, die W\u00fcrde des Menschen mit zu entsorgen. Ich selbst habe als Kaplan in einer Gemeinde gewirkt, in der ich 70 bis 80 Beerdigungen im Jahr hatte. Ich wei\u00df, wovon ich spreche.<\/p>\n<p>Wer soll es machen? Wenn wir glauben, dass es keine geeigneten Menschen in unserer Pfarrei gibt, dann m\u00fcssen wir uns von mehr Illusionen verabschieden. Dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr dar\u00fcber zumachen, ob es PriesterInnen geben wird, wenn alle Eingangsbedingungen zur Priesterweihe angepasst werden. Dann kann Maria 2.0 nur ins Leere laufen. Denn etwas nur anzustreben, was sich dann sofort tot l\u00e4uft, bedarf nicht der Initiative von soviel hoffnungsvollen Menschen. Sollte aber Maria 2.0 oder \u00e4hnliches Blockadecharakter f\u00fcr die Teilerf\u00fcllung von Angestrebten enthalten, dann sollte er\/sie den Artikel noch einmal von vorne lesen. Es geht nicht darum, mehr vom selben zu haben \u2013 d.h. nicht mehr Geweihte zu haben \u2013 sondern viel radikaler: die Nichtgeweihten in ihrem Bewusstsein zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Wie geht es praktisch? Wir alle haben eine Sensibilit\u00e4t im Umgang mit dem Tod. Wir sind nicht immer in der Lage ad\u00e4quat zu reagieren. Die einen k\u00f6nnen Teilnahme bekunden, weil sie selbst Schmerzhaftes erfahren habe; die anderen k\u00f6nnen Teilnahme nicht ausdr\u00fccken, weil sie Schmerzhaftes erfahren haben. Es gibt keine Regel. Niemand muss selbst schmerzhafte Erfahrungen gemacht haben, um andere begleiten zu k\u00f6nnen. Es gen\u00fcgt Mitgef\u00fchl, Offenheit, Zugewandtheit, Empathie. Wie reagieren sie denn in pers\u00f6nlichen Situationen? Wir haben doch alle Erfahrungen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Es bedarf der Hinf\u00fchrung \u2013 Ausbildung w\u00e4re das falsche Wort . Es werden solche Kurse nicht nur angeboten, sie sind auch notwendig. Wie ein solcher Kurs aussieht und wie umf\u00e4nglich er ist, k\u00f6nnen Sie dem Anhang entnehmen.<span style=\"font-size: 12pt;\"><strong><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/mariafrieden-hamminkeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Kursausschreibung-Ausbildung-Begraebnisdienst-2022.pdf\">Kursausschreibung Ausbildung Begr\u00e4bnisdienst 2022<\/a><\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>Ich habe an der Beerdigung einer Cousine teilgenommen, die von einer dazu bef\u00e4higten Frau geleitet wurde. Sie war \u201echristlich\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Seelsorge-Team<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Franz-Josef Pail formuliert 2019 (leicht abge\u00e4ndert)<\/em><\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gremien der Pfarrei Maria Frieden \u2013 Seelsorgeteam, Pfarreirat und Gemeindeaussch\u00fcsse &#8211; machen sich Gedanken \u00fcber Beerdigungen durch sogenannte \u201eLaien\u201c. &#8211; [Wie wird in diesem Begriff ein normales Gemeindemitglied, das getauft und gefirmt ist, abwertend bezeichnen!] Wir m\u00f6chten Sie auf diesem Wege nicht nur dar\u00fcber informieren, sondern auch in diesen \u00dcberlegungsprozess mit einbeziehen. 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