Auferstehung mal anders buchstabiert:
mit den Worten einer Lyrikerin.
Der abgedruckte Text stammt aus der Feder von Marie Luise Kaschnitz (1901‑1974). Tod, Auferweckung und Leben nach dem Tod gehören zu den wichtigsten Themen des schriftstellerischen Wirkens der bekennenden evangelischen Christin, die sich freilich niemals als »christliche Dichterin« verstanden hat. Das Gedicht »Auferstehung« stammt aus dem Gedichtband »Dein Schweigen ‑ Meine Stimme« von 1962, der sich insgesamt vor allem mit dem Problem des Weiterlebens der Dichterin nach dem Tod ihres Ehemannes auseinander setzt.
AUFERSTEHUNG
Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut.













