Impuls des Monats: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt.18,20)

Was kommt ihnen bei diesem Vers in den Kopf?

Für mich bedeutet dieser Satz:
Gott ist dabei! In jeder Begegnung, bei der wir uns in seinem Namen versammeln, über ihn reden, zu ihm beten!

Ist es dann nicht auch einfacher zu glauben? – in Gemeinschaft?

…, wenn es ein oder zwei Menschen gibt, die mit mir glauben und ihren Glauben mit mir teilen.
…, oder wenn ich Menschen treffe, denen ich die frohe Botschaft weitergeben und sie begeistern kann.

Anders ist es, wenn ich kritisch hinterfragt werde und sich die Ein oder Zwei, die sich versammeln, gegen mich stellen.
Gelingt es mir dann immer noch „einfach“ von meinem Glauben zu sprechen?

Ich glaube auch dann ist Gott mitten unter uns! – Auch in schwierigen Gesprächen!
Das habe ich zuletzt beim Open-Air-Gottesdienst für die Firmvorbereitung gedacht. In dem ging es um den Mut, den es braucht, zum eigenen Glauben – zu Gott, zu stehen.
Wir haben von Jeremia gehört, der trotz aller Strapazen bei Gott bleibt. Er kämpft mit sich! Und es wäre einfach für ihn, wenn er nicht zu Gott stehen würde! Er sagt sogar:
„Ich will nicht mehr an Gott denken und nicht mehr in seinem Auftrag reden“ (Jer. 20,9)
Aber er kann trotzdem nicht damit aufhören…
Er kämpft gegen sich, weil in seinem Innern die Worte der anderen, wie ein Feuer sind. Er geht durch dieses Feuer und alle Zweifel. Und ich bin mir sicher Gott ist bei ihm.
Diese Geschichte beeindruckt mich!
Es war nicht einfach für Jeremia am Glauben festzuhalten, obwohl so viele gegen ihn gesprochen haben.

Ich kenne das aus meinem eigenen Leben auch:
„Ach du arbeitest für die Kirche“
„Warum?“
„Ist die nicht voll veraltet?“
„da muss sich doch mal was ändern…“
„Ich könnte das ja nicht …“

Viele solcher Aussagen und Frage begegnen mir oft!
Manchmal bringt mich das ins Wanken.
Aber auch ich bleibe dabei! Ich stehe zu meinem Glauben!
Und dabei ist es für mich gut zu wissen, er – Gott ist dabei! IMMER.
Denn ich glaube, diesen Zuspruch gibt er uns mit dem Vers auch:
„Wo zwei oder drei in [seinem] Namen versammelt sind, da [ist er] mitten unter [ihnen]“
Gott ist bei allen Gesprächen mitten unter uns.
Immer! Wenn ich mit jemanden über den Glauben spreche, ob es nun positiv oder negativ ist.

Und ich glaube an jedem Gespräch kann ich wachsen und kann so auch Antworten auf meine eigenen Fragen bekommen, kann mich bei kritischen Gesprächen nochmal selbst hinterfragt und evtl. eine weitere Sicht auf Dinge bekommen oder sogar etwas ändern.
Oder ich kann dem Anderem helfen einen Zugang zum Glauben zu bekommen.
Dafür ist es wichtig gemeinsam unterwegs zu sein.
Gott ist immer mitten unter uns!
Und das ist so bekräftigend!

Lassen Sie uns gemeinsam auf der Suche und Weg unseres Glaubens sein – als Gemeinschaft!
Wir mit Ihm.

Und so wünsche ich Ihnen, dass Sie Menschen an ihrer Seite haben und den Mut zu sich und ihrem Glauben zu stehen.

Ihre
Theresa Dahlke
aus dem Seelsorgeteam der Pfarrei Maria Frieden, Hamminkeln.